Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft 2017

"Training Course: Peace + Conflict Consultant" Bild vergrößern (© CRISP e.V.)

Das Programm zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft hat in den letzten drei Jahren mit über 1.700 eingereichten Projektideen und der Umsetzung von mehr als 500 Projekten im Gesamtvolumen von 32 Millionen Euro zahlreichen Organisationen der Zivilgesellschaft ermöglicht, ihre Rolle als zentrale Akteure und wichtige Partner staatlichen Handelns wahrzunehmen. 

Die Bundesregierung fördert Maßnahmen, die durch die Zusammenarbeit der deutschen Zivilgesellschaft mit den Zivilgesellschaften in den Ländern der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Republik Moldau, Ukraine) und Russland die notwendigen Transformations- und internen Integrationsprozesse in umfassender Weise unterstützen. Dies schließt die gesamte Bandbreite kultureller und bildungspolitischer Projektarbeit – insbesondere Medien, Wissenschaft, Bildung inkl. beruflicher Bildung, Kultur, Sprache und Jugendarbeit – ein. Um sozialen Zusammenhalt und den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen in der Region zu stärken und die Grundlagen einer freiheitlich-demokratischen und pluralistischen Grundordnung zu fördern, sollen möglichst viele engagierte Akteure sowohl aus ländlichen Gebieten als auch aus urbanen Zentren der Zielländer eingebunden werden. Schwerpunkt der geförderten Projekte ist die Ukraine. 

Ziele der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit

Ein Hauptziel des Programms ist der Auf- und Ausbau einer pluralistischen Medienlandschaft und damit verbunden die Stärkung von Anerkennung und Respekt vor der Vielfalt der Meinungen innerhalb der Gesellschaft. Dieses Ziel soll u. a. über die Aus- und Fortbildung von Journalisten, Bloggern und anderen Medienakteuren und Projekte zur Stärkung der Medienkompetenz, z. B. an Schulen und Universitäten, erreicht werden.

Die Vermittlung von fundamentalen Grundwerten wie Achtung der Menschenrechte, Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, Unabhängigkeit der Gerichte, das Recht der Persönlichkeit auf Leben und freie Entfaltung und das Prinzip der Mehrheitsentscheidung durch Austausch- und Kulturprojekte sowie zivilgesellschaftlichen Dialog stellt ein weiteres wichtiges Ziel des Programms dar.

Darüber hinaus soll insbesondere jungen Menschen aus den Regionen eine Perspektive für die eigene wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Entwicklung gegeben werden. Aus- und Fortbildungsprojekte werden hierbei als Fundament verstanden, auf dem jeder Mensch seine ganz persönlichen Zukunftsperspektiven und Träume aufbaut, und stehen daher ebenfalls im Zentrum des Programms.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Wiederherstellung der Bereitschaft zu Dialog und Verständigung zwischen Gesellschaften, deren Staaten Parteien eines Territorialkonfliktes sind. Die ungelösten Spannungen aufgrund unterschiedlicher geschichtlicher Narrative haben auch zu einer tiefen Spaltung der Zivilgesellschaften geführt. Gefördert werden daher Menschen und Organisationen, die sich mit den betroffenen Gruppen um das Verstehen der Perspektive der jeweils anderen Seite bemühen und hieraus Kompromissbereitschaft entwickeln.

Einreichung von Projektideen

Zivilgesellschaftliche Akteure in Deutschland und der Region können ab sofort ihre Projektideen für das Jahr 2017 in einer Skizze vorstellen. Lesen Sie hier weitere Erläuterungen zum Programm und zur Art der Projekte

Projektskizzen werden bis 4. November 2016 über die Website oepr.diplo.de entgegengenommen. Bitte beachten Sie, dass auf anderem Weg eingereichte Projektskizzen nicht berücksichtigt werden können.

Bitte beachten Sie zudem folgende Hinweise:

  • Voraussetzung für eine Förderung ist, dass mindestens ein Partner aus Deutschland und mindestens ein Partner aus einem der Länder der Östlichen Partnerschaft oder Russland beteiligt ist.
  • Die Internetplattform zur Einreichung von Projektskizzen gibt es nur in deutscher Sprache. Da sich das Förderverfahren nach deutschem Recht richtet, empfehlen wir, dass der deutsche Partner die Projektskizze einreicht und den Förderantrag stellt.