Der deutsche Supercomputer JUBL hat Weltklasse

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Er ist ein Rechner der Superlative und gehört zur Weltspitze: Der von IBM gebaute Supercomputer mit dem Namen JUBL (Jülich BlueGene/L) kann in einer Sekunde 37,3 Billionen Rechenschritte durchführen. In Deutschland ist er damit die Nummer 1, weltweit belegt er Rang 8. Der Supercomputer steht im Forschungszentrum im nordrhein-westfälischen Jülich, einem der größten Forschungszentren in Europa. Das Forschungszentrum Jülich gehört der Helmholtz-Gemeinschaft an, Deutschlands größter Forschungsorganisation.

Wissenschaftler sind bei sehr komplexen Fragestellungen auf Computersimulationen angewiesen. Die Rechenanlage des Forschungszentrums Jülich dient unter anderem der Medizin und der Umweltforschung. Wissenschaftler können beispielsweise berechnen, wie natürliche und nicht-natürliche Gase in 15 Kilometern Höhe, in der Stratosphäre, miteinander reagieren.

Enorme Datenmengen fallen auch bei einem jüngst gestarteten Forschungsprojekt auf der Suche nach dem Ursprung der Welt an. Das Teleskopsystem LOFAR mit einem Antennensystem quer durch Europa soll Radio-Impulse auffangen, die bis eine Milliarde Jahre an den Urknall vor etwa 13 Milliarden Jahren heranreichen. Neben der Universität Groningen in den Niederlanden werten Wissenschaftler die enormen Datenmengen am Jülicher Rechner aus. Insgesamt nutzen mehr als 200 europäische Forschergruppen die enorme Rechnerkapazität von JUBL. BlueGene in Jülich ist 5000 Mal schneller als ein leistungsfähiger PC. Fachleute gehen davon aus, dass der Bedarf an Rechenzeit allein in Deutschland in den kommenden fünf Jahren tausendfach ansteigen wird.