Eindrücke von der Landwirtschaft in Kachetien – Maßnahmen der Regierung "tragen Früchte"

Das Wirtschaftsreferat der Deutschen Botschaft besuchte im August zusammen mit einer Vertreterin der Deutschen Wirtschaftsvereinigung (DWV) die Region Kachetien. Durch mehrere Unternehmensbesichtigungen verschaffte sich die Delegation einen Eindruck von den Produktionsbedingungen und -möglichkeiten in dieser überwiegend von Landwirtschaft geprägten Region Georgiens.

Bei einem ersten Gespräch mit für Entwicklung und Landwirtschaft zuständigen Vertretern der Regionalverwaltung in Telawi diskutierte die Delegation Entwicklungsinitiativen und tauschte sich mit ihren Gesprächspartnern über die Perspektiven der nächsten Jahre aus. Beim anschließenden Besuch der Weingüter „Teliani Valley“ und „Schuchmann“ erläuterten die Winzer, dass sie trotz der großen Hitze dieses Sommers steigende Produktionszahlen erwarten und hoffen, damit vor allem die enorm gestiegene Nachfrage aus Russland bedienen zu können. Dabei richten sich die Weinproduzenten in sehr unterschiedlichem Maße auf diesen neuen, wenn auch weiterhin nicht stabilen Absatzmarkt aus.

Kachetien steht jedoch nicht nur für Wein. Bei der Milchviehanlage „Agrotech“ nahe Eniseli und der „Georgian Fruit Company“ bei Gurdschani zeigte sich eindrucksvoll, dass unternehmerische Eigeninitiative im Zusammenspiel mit staatlicher Unterstützung sehr viel zum Funktionieren einer marktwirtschaftlich organisierten Landwirtschaft beitragen können. Während die mittelgroße Rinderfarm die georgische Milchproduktion steigert, vertreibt und exportiert die „Georgian Fruit Company“ Produkte der Region. Bemerkenswert ist dabei, dass die Nachfrage - nicht zuletzt aus dem benachbarten Russland - bei weitem das Angebot an georgischem Obst und Gemüse übersteigt.  

Eindrücke von der Landwirtschaft in Kachetien

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