Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt- Beitragsreihe Arbeitsrecht

Frau arbeitet in Motorfabrik Bild vergrößern Frau arbeitet in Motorfabrik (© dpa - alliance)

Die Gleichstellung von Mann und Frau auf dem Arbeitsmarkt ist und bleibt ein wichtiges Thema. Dass der Handlungsbedarf nach wie vor groß ist, beweisen folgende Tatsachen: Frauen sind häufig in weniger gut bezahlten Branchen und Berufen beschäftigt, und sie sind weitaus seltener in Führungspositionen zu finden. Gleichzeitig verdienen Frauen für gleichwertige Arbeit weniger als ihre männlichen Kollegen.

Ein zentraler Schwerpunkt der deutschen Politik ist daher die Förderung der gleichen Teilhabe und Karrierechancen von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Gleichheit der Löhne.

Frauenquote

Obwohl Frauen die Schullaufbahn häufiger mit dem Abitur abschließen und seltener eine begonnene Ausbildung abrechen, sind Frauen in Führungspositionen insbesondere bei großen Unternehmen deutlich unterrepräsentiert.

Daher verabschiedete der Bundestag im März 2015 das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst.  Das Gesetz sieht die Einführung einer Frauenquote von 30% in den Aufsichtsräten der 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland vor, ebenso in Aufsichtsgremien des öffentlichen Dienstes.  Außerdem müssen börsennotierte oder mitbestimmungspflichte Unternehmen nun Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Management-Ebenen festlegen.

Teilzeit

Durch Teilzeitmodelle können Frauen und Männer Familie und Beruf besser  vereinbaren, wobei  besonders berufstätige Frauen  diese Möglichkeit nutzen. So sind rund  sieben von zehn aktiv erwerbstätigen Müttern teilzeitbeschäftigt.

Für Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit aufgrund familiärer Umstände unterbrechen, kann Teilzeit auch eine Brücke zum beruflichen Wiedereinstieg sein.  

Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:

Webseite des BMFSJ: Gleichstellung im Erwerbsleben:

Webseite zu Equal Pay Day:


Arbeitsschutz betrifft jeden!- Beitragsreihe Arbeitsrecht

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Arbeitsschutz betrifft jeden! Ob auf der Baustelle, oder im Büro – sichere und menschengerechte Arbeitsbedingungen sind Grundvoraussetzung für ein Beschäftigungssystem.  Das Ziel ist es, die Arbeitenden vor Gefahren und gesundheitlichen Schäden zu schützen. Verlässliche gesetzliche Grundlagen und Unternehmensregelungen sind daher essentiell. In Deutschland regelt das Arbeitsschutzgesetz den betrieblichen Arbeitsschutz.

Beitragsreihe Arbeitsrecht zum 1. Mai 2015

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Sozialer Dialog: Das wichtigste Kapital eines Unternehmens Die Rechte der Arbeitnehmer  werden in Deutschland nicht nur durch Gesetze und Verordnungen geschützt. Es besteht zudem die sog. Tarifautonomie – das heißt, dass Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände die Lohn- und Arbeitsbedingungen ohne Einmischung des Staates regeln dürfen. Daher verständigen sich Arbeitnehmervertreter mit Arbeitgebervertretern regelmäßig, um ihre gegenseitigen Positionen kennen zu lernen, zu verhandeln und einvernehmlich Entscheidungen zu treffen.