Umwelt für Kids

Natur Bild vergrößern (© Auswärtiges Amt / cs)

UMWELT - Ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Georgien

 

GEORGIEN ist die Heimat vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Einige von ihnen sind gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.

Deutschland unterstützt Georgien darin, den Schutz der Tiere zu verstärken. Gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt und Schutz der natürlichen Ressourcen arbeiten Organisationen wie die KfW, die GIZ und der WWF daran, die wunderschöne Natur von Georgien und dem Südkaukasus für Euch und später auch Eure Kinder zu erhalten.

 

Die GIZ beginnt gerade ein neues Programm mit dem Namen „Integriertes Biodiversitäts­management im Südkaukasus“. Dafür bekommt sie von Deutschland fast 10 Millionen Euro! Mit diesem Geld versucht sie, in den drei Ländern Georgien, Armenien und Aserbaidschan Wege zu zeigen, wie Politiker und Beamte, aber auch jeder Einzelne bei seiner Arbeit die Natur besser schützen kann.

Warum ist das wichtig?

Viele Menschen mögen Tiere und Pflanzen, oder fahren gerne zur Erholung in die Natur. Die Natur sieht aber nicht nur schön aus, sondern sie erfüllt auch wichtige Aufgaben für uns: Bäume produzieren Sauerstoff und reinigen die Luft, das Wasser in den Flüssen wird unser Trinkwasser und auf den Feldern wächst unser Essen. Außerdem kommen jedes Jahr mehrere Millionen Menschen aus anderen Ländern nach Georgien, viele davon, weil es hier so schön ist! Diese Touristen bringen Geld und Arbeitsplätze mit ins Land – und würden nicht mehr kommen, wenn die Natur zerstört und alles schmutzig ist.

 

Denn die Natur ist auch gefährdet: wo Fabriken, Straßen und Häuser gebaut werden, haben die Tiere und Pflanzen weniger Platz. Oft werden Tiere auch einfach nur so erschossen, ohne besonderen Grund – einfach, weil sie selten sind. Wenn Müll in der Landschaft herumliegt, ärgert das die Touristen und ist giftig: schädliche Stoffe im Abfall geraten in die Umwelt, unser Essen, Trinkwasser und die Luft werden ungesünder. Autos verschmutzen mit ihren Abgasen die Luft, auch das ist ungesund.

 

Oft ist es gar nicht schwierig, die Natur zu schützen: Wenn Abfall richtig entsorgt und gelagert wird, gelangt nichts in die Umwelt. Wenn Straßen an der richtigen Stelle gebaut werden, bleibt für die Tiere genügend Platz. Wenn Fabriken über moderne Technologie verfügen, kommen kaum Schadstoffe in die Umwelt. Man muss nur rechtzeitig daran denken!

In vielen Bereichen passiert das bereits heute, zum Beispiel wenn Wasserkraftwerke geplant werden. In anderen Bereichen noch weniger. Hier will die GIZ helfen und z.B. zeigen, wie in anderen Ländern geplant wird. Und in Kachetien einmal ausprobieren, wie das gehen könnte.

 

Die GIZ macht aber noch mehr im Umweltbereich. Sie untersucht, wie die georgische Regierung ganz genau feststellen könnte, wie viele Bäume es hier eigentlich gibt. Denn das ist gar nicht so einfach, die alle einzeln zu zählen würde sehr viel Zeit und Arbeit kosten! Und sie berät das Ministerium dabei, wie man die Regelungen umsetzen kann, die in der EU für den Schutz von Vögeln gelten, damit Georgien in dieser Hinsicht ein Stückchen näher an die EU rückt.

 

Und für den Zoo Tiflis baut sie am neuen Standort am Tifliser Meer ein neues Gehege. Dort sollen dann die Tiere ein Zuhause finden, die hier im Südkaukasus wohnen, aber eben bedroht sind. Bären, Luchse, Bezoarziegen und einige andere.

 

Die KfW ist die Entwicklungsbank der Bundesrepublik Deutschland und unterstützt Georgien ebenfalls. Dafür erhält sie auch Geld von Deutschland – für den Umweltschutz im Südkaukasus waren das bisher sogar ca. 80 Mio. Euro! 

Die KfW arbeitet auch mit dem Umweltministerium zusammen, und mit der Agentur für die Schutzgebiete APA. Gemeinsam haben KfW und APA schon einige Naturschutzgebiete in Georgien geschaffen. Der erste war Borjomi, und zuletzt wurde der in Javakheti eröffnet. Im Moment laufen die Arbeiten für Kasbegi, Kintrishi, Algeti und Pshav-Chevsureti – hier sollen überall ebenfalls schöne, funktionierende Naturschutzgebiete entstehen oder noch besser werden. Warst Du schon einmal in den Nationalparks von Georgien? Es ist wunderschön und ein Paradies für die Tiere hier!

 

Weil in Naturschutzgebieten sehr viele Leute, z.B. Ranger, arbeiten müssen, kostet es natürlich auch ziemlich viel Geld, sie am Laufen zu halten. Die Tiere können aber leider nichts bezahlen, und die Regierung braucht auch für viele andere Dinge Geld. Daher hat die KfW eine Stiftung gegründet, die einen Teil der Kosten übernimmt, die so ein Naturschutzgebiet verursacht – wenn sich die georgische Regierung und die Stiftung die Kosten teilen, haben alle etwas davon.

Vielleicht kennst Du auch die Organisation mit dem Panda, den WWF? Er arbeitet ebenfalls im Naturschutz in Georgien. Einige der Maßnahmen bezahlt auch Deutschland, z.B. ein Projekt, in dem die Wälder in Adscharien an den Klimawandel angepasst werden sollen. Denn wenn sich das Klima hier ändert, wird es für einige Bäume und Tiere hier zu heiß oder zu trocken. Aber keine Sorge, der WWF hat da ein paar Ideen, was man tun kann. Außerdem beginnt er jetzt mit einem neuen Projekt: in Racha und Eruschetien könnten eines Tages ebenfalls Naturschutzgebiete entstehen. Die Bäume dort sind so einzigartig, dass sogar die Weihnachtsbäume in Deutschland von ihnen abstammen!

Auch das deutsche Umweltbundesamt führt zwei Projekte für die Umwelt in Georgien durch: eines befasst sich mit dem Wasser-Ökosystem, das andere mit gefährlichen, ungesunden Chemikalien.  

Dann gibt es noch einige andere, weniger bekannte Organisationen, die ebenfalls für den Umweltschutz arbeiten. Zum Beispiel die Heinrich-Böll-Stiftung, die sich für eine umweltfreundlichere Politik einsetzt. Oder die Organisation Women in Europe for a Common Future, die Leuten dabei hilft, mit der Sonnenkraft warmes Wasser zu erzeugen. Oder einige Freiwillige, die in ökologischen Projekten arbeiten. Und die Deutsche Botschaft, die z.B. Kurzfilmen über den Klimawandel aufklärt.