Mitteilungen des Referats für entwicklungspolitische Zusammenarbeit

 Unterzeichnung des Abkommens zur bilateralen Finanziellen Zusammenarbeit

Botschafterin Cadenbach und der Minister für Finanzen von Georgien, Nodar Khaduri, unterschrieben am 20.04.2016 einen Vertrag über die bilaterale finanzielle Zusammenarbeit. Im Rahmen des Vertrags ermöglicht es die Bundesrepublik Deutschland der Regierung Georgiens, von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine Summe von 135 Millionen Euro in Darlehen sowie eine nicht rückzahlbare Fördersumme von 5 Millionen Euro zu erhalten. Mit diesen Mitteln werden umfangreiche Projekte der KfW in den Bereichen Umwelt und Energie in Georgien fortgeführt und zum Teil neu begonnen. So wird beispielsweise die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Adscharien gefördert, um der ländlichen Bevölkerung dort den Zugang zu sauberem und frischem Wasser zu ermöglichen. Ein weiteres Großprojekt läuft in Samegrelo und Kachetien an: Dort wird die KfW die georgische Seite beim Aufbau eines modernen Abfallmanagementsystem unterstützen.

 Neue Schutzgebiete für Georgien

Die Wälder in Georgien sind einzigartig - der Klimawandel bedroht diesen Schatz jedoch. Daher plant der WWF, neue Schutzgebiete in Georgien auszuweisen. Diese sollen in Ratscha und Erusheti entstehen. Gleichzeitig wird auch die lokale Bevölkerung eingebunden, indem sie zu nachhaltigen Bewirtschaftungsformen geschult wird. So profitieren beide Seiten: Umwelt und Bevölkerung. Das neue Projekt wird aus dem Haushaltstopf „Private Träger“ des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und wurde am 12. April in Tiflis vorgestellt. Die Botschaft war vertreten durch die Leiterin des Referats für Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dr. Katharina Derkorn, die einen kurzen Überblick über die deutschen Aktivitäten im Umweltbereich in Georgien gab.

Landwirtschaftliche Projekte in IDP-Siedlungen mit finanzieller Unterstützung des BMZ

Landwirtschaftliche Projekte in IDP-Siedlungen mit finanzieller Unterstützung des BMZ Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft Tiflis)

Ein wichtiger Indikator für den Erfolg eines Projekts ist dessen Nachhaltigkeit. Deswegen ist es besonders erfreulich, wenn sich vor mehreren Jahren finanzierte Projekte selbständig weiter entwickeln und erweitern. Ein gutes Beispiel dafür sind landwirtschaftliche Projekte in Mtskheta Mtianeti, die World Vision und RDFG (Association Rural Development for Future Georgia) in den Jahren 2011-2014 durchgeführt haben. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hatte einen Großteil der Projektkosten übernommen.  

In acht  Siedlungen haben sich Familienzusammengetan, die 2008 aus Südossetien geflüchtet waren, um Kooperativen zu gründen und landwirtschaftliche Projekte zu verwirklichen. Am 19.01 besuchte die Leiterin des Referats für Entwicklungspolitische Zusammenarbeit der Botschaft, Dr. Katharina Derkorn, vier dieser Projekte: ein Gewächshaus für den vertikalen Anbau von Erdbeeren in Tserovani, eine Bienenzuchtfarm in Saguramo, eine Geflügelzucht in Tsilkani sowie eine Himbeerplantage in Tsinamdzgvriantkari. Sie traf sich dort jeweils mit den Landwirten, die über ihre positiven Erfahrungen und Einkommensmöglichkeiten erzählten.

Deutschland stellt Georgien weitere 30 Mio. EUR für Erfolgsprojekt in Batumi zur Verfügung

  Deutschland stellt Georgien weitere 30 Mio. EUR für Erfolgsprojekt in Batumi zur Verfügung Bild vergrößern (© Finanzministerium)
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellt Georgien über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weitere 30 Mio. EUR für die Sanierung und Erneuerung des Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystems von Batumi zur Verfügung. Der georgische Finanzminister Nodar Khaduri und die KfW unterzeichneten den entsprechenden Vertrag über ein zinsverbilligtes Darlehen am 22.12.2015 in Tiflis. Mit den Mitteln soll das von Deutschland seit 2007 unterstützte Projekt in Batumi abgeschlossen werden.
„Die Komplettierung des Batumi-Projekts war stets eine Priorität für die deutsch-georgische Entwicklungszusammenarbeit. Es bringt direkte und spürbare Vorteile für die Bevölkerung“, unterstrich Botschafterin Cadenbach im Anschluss an die Unterzeichnung. Die bisherigen Erfolge des Projekts sind beeindruckend: Durch Maßnahmen wie die Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen und den Neubau einer Kläranlage (der modernsten im ganzen Südkaukasus) haben die Menschen in den Projektgebieten mittlerweile 24 Stunden am Tag sicheres Trinkwasser, das EU-Standards entspricht. Die hygienische und umweltfreundliche Abwasserentsorgung schützt das Ökosystem des Schwarzen Meeres und minimiert die Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung. Gleichzeitig schützt sie die Attraktivität des Badeortes Batumi.
Einschließlich der bereitgestellten Mittel hat die Bundesregierung über 140 Mio. EUR für die Sanierung und Erneuerung der kommunalen Infrastruktur von Batumi zur Verfügung gestellt. Das Gesamtvolumen der deutsch-georgischen Entwicklungszusammenarbeit seit 1992 beläuft sich auf über 700 Mio. EUR.

ASB übergibt drei Sozialunternehmen im Pankisital

  ASB übergibt drei Sozialunternehmen im Pankisital Bild vergrößern (© ASB)
Der deutsche Arbeiter-Samariter-Bund hat gemeinsam mit dem Georgischen Verband der Sozialarbeiter (GASW) und der Nichtregierungsorganisation KRDF in Duisi drei gemeinnützige Einrichtungen (sog. "Sozialunternehmen") aufgebaut. Zum Abschluss dieses von der EU finanzierten Projekts stellten die drei Organisationen die Einrichtungen vor: eine "Sonntagsschule", die Kindern Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe anbietet; ein Pflegedienst, der 20 alleinstehende ältere Frauen zu Hause versorgt sowie ein Tageszentrum für 20 Menschen mit Behinderungen, die gemeinsam lernen, spielen und Produkte (Filzbilder, Ketten) herstellen, und so stärker in die Gesellschaft integriert werden. Im Anschluss an die Präsentation diskutierten die Anwesenden die Zukunft dieser Unternehmen: Niemand konnte bisher eine Finanzierung der laufenden Kosten zusagen. Wir hoffen, dass sich bald eine Lösung finden wird, um diese tollen Projekte zu erhalten und den begünstigten Menschen eine Perspektive zu geben!

Klimaschutz konkret durch Wasserkraft in Georgien - finanziert von Deutschland

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Strom erzeugen, Geld verdienen und zugleich dem Klima nützen - das geht auf ganz umweltfreundliche Weise in Georgien. Mit Kleinwasserkraftwerken, die ohne Staumauer auskommen, sondern einen Teil des fließenden Wassers umleiten und nach der Stromerzeugung wieder einspeisen, lässt sich zuverlässig und klimaneutral Strom erzeugen. Deutschland finanziert über die KfW private Unternehmer, die solche Kleinwasserkraftwerke errichten und betreiben. Eines davon steht im Pankisital. Das verwendete Wasser ist sozusagen recycelt, es wurde schon von einem anderen Kraftwerk flussaufwärts genutzt. Dr. Katharina Derkorn, Expertin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit an der Deutschen Botschaft, hat dieses Kraftwerk besucht, gemeinsam mit Albert Sidó von der Botschaft der Tschechischen Republik.
Was ihr besonders gefiel: Die Anlage funktioniert einwandfrei und ist auf dem neuesten Stand, sie wird professionell gemanagt - und selbst das Rohr, das das Wasser zur Turbine bringt, wurde mit Weinreben, Nuss- und Apfelbäumen bepflanzt, damit es sich in die Umwelt einfügt. Im Sommer sollen die Familien aus der Umgebung hier Obst ernten und picknicken können.

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Logo Deutsche Zusammenarbeit

Kontakt

Daniel Haas
Leiter des Referats für entwicklungspolitische Zusammenarbeit
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Sheraton Metechi Palace Hotel
Telawi Str. 20, 0103 Tiflis
Tel.: 00995 - 32 - 24 47 300
E-Mail: S. untenstehenden Link

Laufende Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Georgien

Auf untenstehender Website finden Sie eine aktuelle Übersicht aller derzeit aus deutschen öffentlichen Mitteln unterstützten EZ-Projekte in Georgien, wenn Sie im Suchbereich „Funding Source“ als Suchwort „Germany“ eingeben.

www.eaims.ge

Aktivitäten der Bundesrepublik Deutschland in Georgien

Deutschland ist in Georgien mit zahlreichen Maßnahmen aktiv, die zur nachhaltigen Entwicklung Georgiens beitragen. Diese Übersicht bietet eine Zusammenstellung der Projekte der staatlichen und nicht-staatlichen Entwicklungspolitischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Georgien und über Eigenmaßnahmen der Deutschen Botschaft. Außerdem informieren wir über Maßnahmen in den Bereichen Kultur und Wirtschaft.

Broschüre: Übersicht der EZ in Georgien [pdf, 542.83k]

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

BMZ

Informationen zur deutschen Entwicklungszusammenarbeit insgesamt sowie zu den Förderangeboten der Bundesregierung für deutsche und ausländische Nichtregierungsorganisationen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).